Der Weiterbau am Wikingerboot Skua

2015, Hiddenhausen.

Gattersäge des Hiddenhausener Handwerker MuseumGattersäge des Hiddenhausener Handwerker Museum

Um aus einem Baum ein Mast oder gar ein Ruderriemen herstellen zu können benötigt man das richtige Werkzeug und Fachwissen. In diesem speziellen Fall heißt das Werkzeug für den ersten Schnitt, “Gattersäge”. Die aus dem Jahre 1895 stammende Maschine steht im Hiddenhausener Handwerker- Museum und schiebt sich langsam aber sicher durch einen Fünfzig Zentimeter dicken und gute Fünf Meter langen Eschenstamm. Der Schnitt dauert gute Dreizig Minuten so das am Ende eine 6,5 Zentimeter starke Bohle herausgesägt wurde.

Aus dieser Eschenbohle sollen die fehlenden Riemen für das Wikingerboot “Skua” hergestellt werden.

Wikingerboot in Plankenbauweise

Dieses Boot ist ein “8er-Färöer-Boot” in einer Bauweise hergestellt wie sie schon die Wikinger für den Bau ihrer Schiffe und Boote seit Ewigkeiten anwandten.

Aus Bad Oldeslohe kommend, fand das Boot aus einem Schulprojekt stammend, keine Verwendung mehr. Durch uns soll nun die Ausstattung vervollständigt werden, Riemen, Masten oder Ruder werden durch Handarbeit und unter Fachkundiger Anleitung hergestellt. Für die fachliche Beratung arbeiten viele ehrenamtlichen Holzbearbeiter mit dem Bootsbau Spezialisten für skandinavischen Bootsbau Kai Zausch zusammen.

Die Arbeit für die Herstellung der Riemen wird unser erste Schritt sein. Die Bohlen werden weiter zersägt so das die Grundform von fünf langen Riemen aus dem Eschestamm geholt werden können. Riemen, so ist der fachmänische ausdruck für die recht langen “Paddel”, welche im Anschluss mit einem Ziehmessern und Hobel in Handarbeit die endgültige Form erhalten werden.

Markus Wacker vom Seesportclub Marinejugend Herford e.V. hat gleich einen üblichen zum Kutterpullen verwendeten Riemen zur Veranschaulichung mitgebracht. Als Kompetenzverein in Sachen “Kutter Pullen” hat sich der Vorsitzende des Sportvereins gleich zu Anfang in das Boot und das bevorstehende Projekt veliebt und sein Engement und Unterstützung angeboten.

Am Samstag den 18.04.15 ab 14:00 Uhr soll erneut am Wikingerschiff weiter gearbeitet werden. Je nach Anzahl der Teilnehmer soll der Drachenkopf oder auch an Rah und Mast gearbeitet werden. Hier geht es ersteinmal um das entrinden um das grobe Profil her zustellen.

Drachenkopf eines Wikingerschiffes

Am 14. und 15. Juni 2015 steht uns ein Besuch durch dem Bootsbauer Kai Zausch an. Er wird das nötige Fachwissen vermitteln um Riemen, Mast oder Rah und andere Teile anfertigen zu können. Also eine durchaus spannende Sache.

Aus einer weiteren Bohle wird der Drachenkopf ausgesägt. Es ist ein nicht einfacher Prozess da es so wenig als möglich Astlöcher im Sägebreich zu vermeiden gilt.

Bei den Ruderriemen z.B. kann aus der erst geschnittenen Bohle leider am Ende nur ein einziger Ruder-Riemen heraus. Der übrig gebliebene Teil hatte einfach zu viele Astlöcher welches sich auf die Stabilität eines Riemen aus wirken würden.

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