Der Weiterbau

SKUA (ein Werdegang)

Als Bootsbauprojekt SKUA der Ida -Ehre Schule Bad Oldesloe wurde das Projekt „8er“ Färöer gestartet.

Das Boot wurde von einem Schüler/Lehrer Team mit Unterstützung eines Bootsbauers 2005 begonnen. Die Initiative dazu kam durch den Gymnasiallehrer Torsten Prüß (50, Schweriner) zusammen mit dem damaligen Schulleiter Klaus Mangold Fertigstellung des Bootes 2010 und Bootstaufe auf den Namen SKUA (eine Raubmöwe).
rumpfDas Projekt wurde begleitet durch Kai Zausch und zwei Wanderbootsbauer. Kai Zausch (47) gelernter Bootsbauer und studierter Altgermanist und Lateiner hat sich auf die skandinavische Bootsbaukunst spezialisiert. Mitarbeiter im
Wikingermuseum Haitabu (Projektbau) Das Projekt wurde durch diverse Sponsoring durch Firmen ermöglicht. Nach
einer Baupause wurde das Boot über das Internet angeboten und konnte mit dem passenden Weiterführungskonzept von uns erworben werden.
Hiddenhausen.
Ein Projekt von unbestimmter Dauer statt einer Themenausstellung gibt es ab Sonntag, 15. März, im Holzhandwerksmuseum zu bestaunen. Hinter dem Namen Skua verbirgt sich ein knapp 9 Meter langer fast original getreuer Nachbau eines Wikingerbootes. Der soll in den kommenden Wochen mit Ruder, Riemen und Rahsegel ausgestattet werden, hergestellt vom Team des Holzhandwerksmuseum mit alten Werkzeugen und Techniken.Bertram Kostelnik ist aktiv im Hiddenhauser Museum und im Team, das für und mit der Kindertagesstätte Familienzentrum Bornbrede in Herford bereits ein Wikingerboot und den gewaltigen Drachen “Flocke” auf Rollen stellte. Ziel der Projekte dort war es, die Eltern der verschiedenen Nationalitäten durch die Arbeit zueinander und einen Austausch in Gang zu bringen.
“Die Resonanz war von Anfang an super”, sagt Einrichtungsleiterin Claudia Joseph, Drache und Boot seien heute Markenzeichen bei Festen im Quartier. Inzwischen gibt es sogar eine Geschichte, wie der Drache mit einem Wikingerboot von den Nordstadtzwergen nach Herford geholt wurde, die in Kürze als Bilderbuch erscheinen soll. Illustrationen und Text sind fertig, nur gedruckt werden muss es noch. “Ausgaben in Russisch, Türkisch und vielleicht Arabisch wären schön”, sagt Joseph. Sie hofft, dass die deutschsprachige Ausgabe noch während der Projektphase in Hiddenhausen verkauft werden kann.

Bei den Projekten in der Nordstadt geht es um das Zusammenkommen durch gemeinsames Tun, und das Bootsprojekt ist die Fortführung davon. Auch hier hoffen die Beteiligten, dass sich Ehrenamtliche engagieren. “Zumindest beim Abladen des Bootes hat das schon ganz gut geklappt”, sagt Jürgen Kelle vom Museumsteam, “so viele helfende Hände hatten wir noch nie.”

Die Geschichte des Bootes beginnt 2005 mit einem Schulprojekt an der Ida-Ehre-Schule in Bad Oldesloe. Unter Anleitung des Bootsbauers Kai Zausch, inzwischen Mitarbeiter im Wikingermuseum Haithabu, baute ein Team aus Lehrern und Schülern das so genannte “8er” Färöer-Boot. Auf den Färöer-Inseln werden noch heute diese Boote nach Bauweise der Wikinger gebaut. Nach einem Schulleiterwechsel waren Boot und Projekt dort nicht mehr erwünscht, und ein Sponsor ermöglichte die Übersiedlung in den Kreis Herford.

“Der Rumpf ist intakt”, sagt Bertram, aber die ursprünglich vorhandenen fünf Meter langen Riemen, mit denen das Boot bisher gerudert wurde, sind nicht mehr vorhanden. Die sollen als erstes mit den alten Werkzeugen und Maschinen in Hiddenhausen nachgebaut werden. Der nötige Eschenstamm, der mit der Bandsäge bearbeitet werden soll, wird sehnlichst erwartet. Um das Boot steuern zu können, soll es ein Ruder bekommen, auch die Anfertigung eines Mastes und eines Rahsegels sind geplant. “Zu einem Wikingerschiff gehören Segel”, sagt Bertram – und wenn es nach den Kindern aus der Kita Bornbrede geht, auch ein geschnitzter Drachenkopf. Bisher ist der Schiffsboden noch nackt, die Mitfahrer laufen direkt auf Spanten und den Planken der Außenhaut. Die Wikinger legten lose Bretter in ihre Schiffe. “Wir denken an eine dauerhaftere Lösung”, so Bertram. “Werkzeug und handwerkliches Können haben wir”, ergänzte Günter Wörmann vom Museum: “Bei Fragen zur Konstruktion hat uns Bootsbauer Zausch die Nötige Unterstützung zugesagt.”

Wenn das Boot fertig ist, soll es in Trägerschaft eines noch zu gründenden Vereins übergehen und für soziale Projekte und Aktionen zur Verfügung stehen. Auf welchen Gewässern das Boot eingesetzt werden könnte, ist offen.

Vermutlich werde das Boot keinen festen Liegeplatz am Wasser haben, sondern immer zu den jeweiligen Einsatzorten gefahren werden. Über die juristischen und nautischen Vorgaben werde sich der Verein noch informieren, sicher sei schon jetzt, das auch dafür Sponsorenmittel benötigt werden, etwa für eine Grundausstattung an Schwimmwesten und benötigter Sichereitsausrüstung.

abschied

Der Abschied fällt schwer

2015
Ein Ankauf und der Transport zu uns nach Herford in die Nordstadt konnte durch großzügiges Sponsoring ermöglicht werden.

transport

Ein lange Weg bis nach Hause

 

Planung ist das Boot mit freiwilliger ehrenamtlicher Unterstützung fertigzubauen. Es musste z.B. die nicht mehr vorhandenen Riemen herangeschafft oder selbst hergestellt werden. Auch der Mast, Rah, das Steuerblatt, die Pinne, diverse Kleinteile, die Greeting (Fußbodenbretter), Festmacher und und und waren nicht vorhanden. Das Boot sollte ein Segel bekommen usw. Es lagen viele Punkte an von denen wir nicht mal das Wissen hatten. Ein Projekt mit Ehrgeiz!

Firmen aus dem Ort halfen uns mit Ihrem Wissen und Möglichkeiten um das Boot sicher aufbocken zu können.

gestellDie Vorbereitungen laufen an. Für die weitere Arbeit ist eine Arbeitsbühne erforderlich  (Helling). Und weil wir noch auf dem Land sind – diesmal auf Rädern.

 

Ankunft in Hiddenhausen beim Holzhandwerksmuseum wurde schon erwartet.

 

zuhause

Im Museum angekommen

Und weil vieles vorbereitet war kann nach dem Aufständern gleich angefangen werden. Das Interesse ist groß. Am ersten Wochenende konnte gleich 273 Besucher gezählt werden, und es war noch kein Handschlag am Boot gemacht worden.

Die örtliche, regionale als auch bundesweite Pressepressebericht-2015

berichtet von unserem ungewöhnlichem Projekt

pressebericht-1-2015

 

 

Blickfang: “Skua” (Raubmöwe) heißt das nachgebaute Wikingerboot, das Im Holzhandwerksmuseum in den kommenden Wochen wieder seeklar gemacht werden soll. Der Fortgang des Projekts kann an den offenen Sonntagen verfolgt werden.

im-museum

Nach Fertigstellung soll SKUA u.a. sozialen Projekten und Aktionen zur Verfügung stehen. Träger ist der Nordstadtdrachen e.V..